Sardinien- Grotte di Inspinigoli und Parco Naturale Bidderosa

Nach drei Wandertagen legen wir zur Erholung heute einen Sightseeing-Tag ein. Wir müssen dabei teilweise auf fremdes Bildmaterial zurückgreifen – zum einen, weil die enge Passstraße keine Möglichkeit zum Anhalten bot, und zum anderen, weil das Fotografieren in der Grotte untersagt war.

Aber nun der Reihe nach: Von Cala Gonone aus ging es auf einer engen Straße steil bergauf über den Passo Littu, der uns mit einem wunderschönen Panorama belohnte. Nach etwa 45 Minuten erreichten wir die Grotte di Ispinigoli, eine gigantische, inaktive (da zu trockene) Tropfsteinhöhle, die mit 38 Metern den größten zusammengewachsenen Stalagmit-Stalaktiten Europas beherbergt. Den anschließenden Besuch des Parco Naturale Bidderosa empfanden wir als etwas enttäuschend, da uns dessen Pracht verborgen blieb und wir uns an diesem Tag auf keine längere Wanderung mehr einlassen wollten. So entschieden wir uns, den Rest des Tages ganz gemütlich am Hotelpool ausklingen zu lassen.

Sardinien- campu Oddeu zur Codula de sa Mela

Wanderung: 10,77km, 327hm, 3.10h Garmin Link

Die tausend Kurven und die ebenso vielen Biker konnten der Schönheit der Anfahrt nichts anhaben. Die Strecke schlängelte sich knapp unter dem Gebirgskamm entlang und bot eine fantastische Aussicht. Da der Startpunkt der Wanderung sehr abgelegen war, konzentrierte ich mich voll und ganz auf die Koordinateneingabe und die Routenplanung. Dabei vergaß ich allerdings, die GPX-Tour herunterzuladen.

Wie zu erwarten war, gab es am Ausgangspunkt der Wanderung keinerlei Mobilfunkempfang mehr. Somit war die gute alte Pfadfindermethode gefragt, die sich jedoch nicht vollumfänglich bewährte. Wir drehten schließlich die Tour um, aber als unser Wanderführer lapidar auch noch feststellte: ‚Nun folgt eine weglose Fortsetzung des Pfades‘, mussten wir auf Garmin Explore zurückgreifen – andernfalls wären wir trotz Wanderführer aufgeschmissen gewesen.

Baum mit Bauchschmerzen

Sardinien – Monte Novo San Giovanni

Wanderung: 9,42km, 398hm, 2h58 Garmin Link

Unser heutiges Wanderziel, der Monte Novo San Giovanni auf 1316 m ü. M., stellte sich als eine absolute Top-Tour heraus. Sie war angenehm zu bewältigen, was uns sehr entgegenkam, da wir die Anstrengungen des gestrigen Tages noch leicht in den Beinen spürten.

Der Hinweg führte durch einen schattigen Wald, in dem wir immer wieder auf freilaufende Schweine und Rinder trafen. Der Gipfelanstieg selbst erfolgte über einen gut begehbaren, geschwungenen Stufenweg. Der Rückweg verlief über sanfte Almen, auf denen Esel, Pferde und Rinder grasten. Die gesamte kupierte Strecke war zudem von einer prächtigen Blumenvielfalt gesäumt.

Wanderziel: Gipfel in der Mitte
Waldschwein
Gipfel aus der Nähe
Aufstieg
Berghütte on the top – ohne Bewirtung

Cala Gonone – Cala Luna

Wanderung: 12,48km, 610hm Garmin Link

Unsere erste Wanderung erwies sich aufgrund einiger steiniger Passagen, die gerade noch als Wandern und nicht als Klettern durchgingen, als durchaus anspruchsvoll. Insbesondere der erste fakultative Abstecher zur Grotta del Bue Marino verlangte uns einiges ab, war jedoch überaus lohnenswert. In der Cala Luna freuten wir uns sehr, dass das Restaurant geöffnet hatte und uns kühles Bier gegen die Dehydrierung ausschenkte. Der anschließende Badeaufenthalt am Sandstrand fiel dadurch allerdings deutlich kürzer aus.

Sardinien – Cala Gonone

Gestern starteten wir von Altenrhein aus in Richtung Sardinien und konnten dabei einmal mehr das beinahe private Jet-Erlebnis dieses kleinen Flughafens genießen. In der Ankunftshalle in Olbia, im Norden der Insel, nahmen wir unseren Mietwagen völlig unkompliziert und ohne lästigen Formalismus entgegen. Nach einer eineinhalbstündigen Fahrt erreichten wir das Hotel Nuraghe Arvu in Cala Gonone. Nachdem wir den großzügigen Swimmingpool kurz getestet hatten, ließen wir den Abend auf der Terrasse des Restaurants ‚Il Cormorano‘ ausklingen, wo wir ausgezeichneten Fisch und einen köstlichen Wein genossen.

Okonjima Bush Camp – Heinitzburg Windhoek

Fahrt 227km, 203 Asphalt, 24 Schotter

Nun ist es schon soweit. Die Reise geht trotz großem Appetit auf Mehr zu Ende. Schrecklich schön war‘s, unvergesslich wird es bleiben.

Auch wenn wir uns zum absolut grössten Teil nur in der Touristenblase bewegt haben, nehmen wir unsere sehr unvollständigen Eindrücke mit nach Hause und spielen jetzt schon mit dem Gedanken, Namibia bei einer weiteren Reise besser kennenzulernen.

Was uns fehlen wird: absolut kein Dichtestress, kein Perfektionsstress, Freundlichkeit, die extreme Zuversicht der Menschen und das Leben ohne vermeintliche Sicherheit, die Stille, das Offene.

Was uns nachhaltig in Erinnerung bleiben wird: Der harte Existenzkampf für Mensch, Tier und Pflanzen in einem Land der Gegensätze (Luxus/Armut). Namibia ist ein armes Land mit 34% Arbeitslosigkeit und bringt unter schweren Bedingungen sehr viele schöne Blüten hervor. Hope to see you soon.

Onkonjima Bush Camp

Africat NGO Geparden 11:00-13:00

Leopardentour 15:30-19:00

Videos an unserem „Private Waterhole“ Schakal: Schakal

Video Monteiro‘s Hornbill: Hornbill es gibt Hornbills mit gelbem (flying bananas) und welche mit rotem (flying chilies) Schnabel

Video Warzenschweine am Wasserloch Warzenschweine

Wir sind nun in einem herrlichen Lodge gelandet, mit privatem Wasserloch und einer separaten Beobachtungslounge, die mit superbequemen Liegen und Kühlschrank ausgerüstet ist. Von hier lässt es sich bequem und mit Muse die Tierwelt aus nächster Nähe betrachten. Der Hornbill leistete uns eine halbe Stunde, 1,5 Meter von der Liege entfernt, Gesellschaft.

Im Naturreservat Onkonjima ist die NGO Africat Foundation untergebracht. Diese Stiftung sieht sich als Vermittlerin zwischen den Farmern und den Interessen der Geparden und Leoparden. So hat diese Stiftung u.a. auch 4 Geparden aus problematischen Situationen übernommen und im Park aufgenommen. Diese sind schon 16 Jahre alt, die Lebenserwartung bei wild lebenden Geparden liegt bei 12 Jahren.

Um 15:30 trafen wir uns für die Leopardtour mit anschliessendem Sundowner.

Heute konnten wir zwei Jagdszenen beobachten. Zuerst versuchten Schakale den Geparden ihr Futter zu stehlen und wurden daraufhin verfolgt. Überraschenderweise entkamen die wenigen Schakale der Verfolgung. Und danach lauerte ein Leopard einem Dik-Dik auf und setzte ohne Erfolg nach. Es floss kein Blut.

Braune Hyäne – sah – in natura – erstaunlich gross aus

King Nehale Lodge – Okojima Bush Camp

Fahrt 443 km, 400 Asphalt, 43 Schotter, 5:35 Stunden

Vor Städten sind oftmals Polizei Checkpoints eingerichtet. Heute trafen wir auf unseren dritten Checkpoint und unseren ersten, der uns ohne „Bakschisch“ nicht mehr weiterfahren lies. Den Ersten haben wir mit mangelnden Englischkenntnissen gemeistert. Der Zweite wollte Einfuhrpapiere des in Südafrika registrieren Mietautos. Wir boten keine Lösung an und mit Geduld ging es weiter. Der Dritte wollte zuerst 1000 Namibische Dollars. Nachdem wir eine Quittung verlangten, war er mit einem Drink für ihn einverstanden. Wir gaben ihm 50 Namibische Dollars, dies entspricht etwa CHF 2,50.

Abendmusik

Etosha 3 – Nordosten

Tour 4 3/4 Std. 14:00-18:45

Unsere Lodge hier hat ein eigenes Wasserloch für die Tiere. Nach einer 1 1/2 stündigen Fahrt mit diversen Stopps erreichten wir dieses mit Schutz- und Beobachtungshütte. Wir verbrachten kurzweilige 2 Stunden und wurden mit Snacks und Drinks verwöhnt. Diese Tierbeobachtung war grosses Kino. Es zahlte sich aus, mit Zeit und Geduld die sich wechselnden Tiere genauer betrachten zu können.

Warzenschweine
Giraffe und Hyäne
Elefantenkadaver und Elefant in Trauerstellung
Geier
Zwei Elefantenbullen standen sich längere Zeit, Rüssel an Rüssel, näher.