Unsere erste Wanderung erwies sich aufgrund einiger steiniger Passagen, die gerade noch als Wandern und nicht als Klettern durchgingen, als durchaus anspruchsvoll. Insbesondere der erste fakultative Abstecher zur Grotta del Bue Marino verlangte uns einiges ab, war jedoch überaus lohnenswert. In der Cala Luna freuten wir uns sehr, dass das Restaurant geöffnet hatte und uns kühles Bier gegen die Dehydrierung ausschenkte. Der anschließende Badeaufenthalt am Sandstrand fiel dadurch allerdings deutlich kürzer aus.
Gestern starteten wir von Altenrhein aus in Richtung Sardinien und konnten dabei einmal mehr das beinahe private Jet-Erlebnis dieses kleinen Flughafens genießen. In der Ankunftshalle in Olbia, im Norden der Insel, nahmen wir unseren Mietwagen völlig unkompliziert und ohne lästigen Formalismus entgegen. Nach einer eineinhalbstündigen Fahrt erreichten wir das Hotel Nuraghe Arvu in Cala Gonone. Nachdem wir den großzügigen Swimmingpool kurz getestet hatten, ließen wir den Abend auf der Terrasse des Restaurants ‚Il Cormorano‘ ausklingen, wo wir ausgezeichneten Fisch und einen köstlichen Wein genossen.
Nun ist es schon soweit. Die Reise geht trotz großem Appetit auf Mehr zu Ende. Schrecklich schön war‘s, unvergesslich wird es bleiben.
Auch wenn wir uns zum absolut grössten Teil nur in der Touristenblase bewegt haben, nehmen wir unsere sehr unvollständigen Eindrücke mit nach Hause und spielen jetzt schon mit dem Gedanken, Namibia bei einer weiteren Reise besser kennenzulernen.
Was uns fehlen wird: absolut kein Dichtestress, kein Perfektionsstress, Freundlichkeit, die extreme Zuversicht der Menschen und das Leben ohne vermeintliche Sicherheit, die Stille, das Offene.
Was uns nachhaltig in Erinnerung bleiben wird: Der harte Existenzkampf für Mensch, Tier und Pflanzen in einem Land der Gegensätze (Luxus/Armut). Namibia ist ein armes Land mit 34% Arbeitslosigkeit und bringt unter schweren Bedingungen sehr viele schöne Blüten hervor. Hope to see you soon.
Wir sind nun in einem herrlichen Lodge gelandet, mit privatem Wasserloch und einer separaten Beobachtungslounge, die mit superbequemen Liegen und Kühlschrank ausgerüstet ist. Von hier lässt es sich bequem und mit Muse die Tierwelt aus nächster Nähe betrachten. Der Hornbill leistete uns eine halbe Stunde, 1,5 Meter von der Liege entfernt, Gesellschaft.
Im Naturreservat Onkonjima ist die NGO Africat Foundation untergebracht. Diese Stiftung sieht sich als Vermittlerin zwischen den Farmern und den Interessen der Geparden und Leoparden. So hat diese Stiftung u.a. auch 4 Geparden aus problematischen Situationen übernommen und im Park aufgenommen. Diese sind schon 16 Jahre alt, die Lebenserwartung bei wild lebenden Geparden liegt bei 12 Jahren.
Um 15:30 trafen wir uns für die Leopardtour mit anschliessendem Sundowner.
Heute konnten wir zwei Jagdszenen beobachten. Zuerst versuchten Schakale den Geparden ihr Futter zu stehlen und wurden daraufhin verfolgt. Überraschenderweise entkamen die wenigen Schakale der Verfolgung. Und danach lauerte ein Leopard einem Dik-Dik auf und setzte ohne Erfolg nach. Es floss kein Blut.
Braune Hyäne – sah – in natura – erstaunlich gross aus
Fahrt 443 km, 400 Asphalt, 43 Schotter, 5:35 Stunden
Vor Städten sind oftmals Polizei Checkpoints eingerichtet. Heute trafen wir auf unseren dritten Checkpoint und unseren ersten, der uns ohne „Bakschisch“ nicht mehr weiterfahren lies. Den Ersten haben wir mit mangelnden Englischkenntnissen gemeistert. Der Zweite wollte Einfuhrpapiere des in Südafrika registrieren Mietautos. Wir boten keine Lösung an und mit Geduld ging es weiter. Der Dritte wollte zuerst 1000 Namibische Dollars. Nachdem wir eine Quittung verlangten, war er mit einem Drink für ihn einverstanden. Wir gaben ihm 50 Namibische Dollars, dies entspricht etwa CHF 2,50.
Unsere Lodge hier hat ein eigenes Wasserloch für die Tiere. Nach einer 1 1/2 stündigen Fahrt mit diversen Stopps erreichten wir dieses mit Schutz- und Beobachtungshütte. Wir verbrachten kurzweilige 2 Stunden und wurden mit Snacks und Drinks verwöhnt. Diese Tierbeobachtung war grosses Kino. Es zahlte sich aus, mit Zeit und Geduld die sich wechselnden Tiere genauer betrachten zu können.
WarzenschweineGiraffe und HyäneElefantenkadaver und Elefant in TrauerstellungGeierZwei Elefantenbullen standen sich längere Zeit, Rüssel an Rüssel, näher.
Heute durchquerten wir den Etosha National Park vom Westgate Ongava zum Ostgate King Nehale. Die ursprünglich 210km lange Strecke bauten wir auf 243km aus, damit wir noch einen Flamingo in der doch wüstenähnlichen Steppe sehen konnten – vielleicht war es auch andersrum und wir haben uns in einer Umfahrungsstrecke verfahren….
Erschreckend war das Ausmass der Brände der letzten 4 Tage zu sehen. Dabei handelt es sich um ein seltenes Ereignis, im Gegensatz zu den kanadischen Waldbränden.
Wir durchquerten mit dem Mietwagen einen kleinen Teil der Etosha Salzpfanne, welche eine beachtliche Grösse von 4470km2 hat. Sehr viel Freude bereiteten uns die bunte und grosse Anzahl der Tiere am Rand der Etoshapfanne.
Nach Beratung mit unserem Guide haben wir uns für einen weiteren Tourtag im Etosha National Park entschieden. Auf dem Weg dorthin hat ein Löwe die Strasse versperrt. Zwei seiner Kumpel lagen knapp neben der Strasse im Schatten. Im Park begegnete uns eine Löwin, die ihren Zebrariss bewachte.
Das Verlassen eines Fahrzeugs ist im Park grundsätzlich verboten, ausser bei einem zwingend vorliegendem Anlass (Toilette gehört nicht dazu). Unser Guide half Touristen bei einem Reifenwechsel.
Unser Guide gehört dem noch traditionell lebenden Stamm der Himba (25000 Stammesmitglieder, Nordwesten von Namibia) an. Er hat 6 Kinder von 5 Frauen und ist unverheiratet.
Auf der Rückfahrt zu unserer Lodge warteten wiederum die 3 Löwenbrüder auf uns. Nun jedoch etwa 1 Meter vom Strassenrand entfernt.
Im Etosha Nationalpark gibt es keine Unterkünfte. Deshalb wechseln wir heute lediglich das Lodge, bleiben aber vor dem süd-/westlichen Parkgate, bevor wir übermorgen den Park durchqueren und am Ostgate eine Lodge besuchen. Dieser Etosha Nationalpark hat eine Grösse von 22935 km2. Nun sind wir in dem privaten Park Ongava, welcher direkt an den Etosha Nationalpark angrenzt, untergebracht.